Notfall

Unser Empfang ist täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr besetzt:

+41 33 972 81 11

In Notfällen erreichen Sie uns rund um die Uhr unter:

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Erweiterte Therapieverfahren

In der Privatklinik Meiringen werden in der Behandlung verschiedene erweiterte Therapieverfahren eingesetzt. Die Therapieverfahren werden nach aktuellem medizinischem Wissensstand eingesetzt und von ausgewiesenen Fachpersonen geleitet. 

Unsere Klinik ist von der Schweizerischen Gesellschaft für Interventionelle Psychiatrie SGIP-SSPI anerkannt. Die Anerkennung steht für die Einhaltung höchster Qualitätsstandards bei der Indikationsstellung und Durchführung unserer interventionellen Therapien

Transkranielle Gleichstromstimulation (transcranial direct current stimulation – tDCS)

Die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) ist eine nicht-invasive Methode, mit der die Gehirnaktivität mit Hilfe von Flow Neuroscience Headset gezielt moduliert wird. Dabei wird ein schwacher Gleichstrom über Elektroden auf die Kopfhaut geleitet, um die Erregbarkeit von Nervenzellen in spezifischen Gehirnregionen zu verändern. Diese Technik hat sich zunehmend als wirksam in der Behandlung von Depressionen und Angststörungen Erkrankungen etabliert und gilt als vielversprechende Zusatztherapie.

Elektrokonvulsionstherapie (EKT)

Die elektrokonvulsive Therapie (EKT) ist eine gut erforschte und sichere Behandlungsmethode für schwere, therapieresistente psychiatrische Erkrankungen. Besonders bei schweren Depressionen, bipolaren Störungen und Bewegungsstörungen wie Katatonie hat sich diese Technik als äusserst effektiv erwiesen. Dabei wird unter Narkose ein kontrollierter elektrischer Impuls auf das Gehirn übertragen, der einen therapeutischen Anfall auslöst. Die EKT hat sich über Jahrzehnten hinweg als zuverlässig und wirksam gezeigt und ist in vielen Ländern eine etablierte Methode in der psychiatrischen Behandlung. Dank kontinuierlicher Forschung und Verbesserung der Technik gilt sie heute als sehr sicher und wird gezielt eingesetzt, wenn andere Therapien, wie Medikamente oder Psychotherapie, nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Ketamin-Therapie

Ketamin, ein hochaffiner nicht kompetitiver Antagonist am glutamatergen N-Methyl-D-Aspartat (NMDA-)Rezeptor, wurde 1962 in den USA vom Chemiker Calvin L. Stevens erstmalig synthetisiert. Seither wird Ketamin als Anästhetikum weltweit angewandt. Nunmehr 20 Jahre ist der schnelle und hochwirksame antidepressive und antisuizidale Effekt von Ketamin, und dem Isomer S-Ketamin, bei Patientinnen und Patienten mit therapieresistenter Depression bekannt.

Transkranielle Magnetstimulation

Die transkranielle Magnetstimulation (rTMS) hat sich als eine der innovativsten Methoden zur Behandlung von Depressionen etabliert. Seit 2012 nimmt die Privatklinik Meiringen eine Vorreiterrolle in der Anwendung dieser Technik in der Schweiz ein. Dabei wird ein Magnetfeld erzeugt, das gezielt auf bestimmte Gehirnregionen wirkt und so die Aktivität der Nervenzellen beeinflusst. Die rTMS wird vor allem bei Patienten eingesetzt, die auf klassische Therapien wie Psychopharmaka oder Psychotherapie nicht ausreichend ansprechen. Sie hat sich als besonders wirksam bei therapieresistenter Depression, Angststörungen, Bewegungsstörungen, Zwangsstörungen sowie Craving und Stimmenhören erwiesen..

Deep Brain Stimulation (DBS)

Die Tiefengehirnstimulation (DBS) ist eine experimentelle Behandlungsmethode, die zum Einsatz kommt, wenn konservative Therapien bei schweren, therapieresistenten Erkrankungen nicht mehr ausreichend wirksam sind. Dabei wird ein kleiner, implantierbarer Stimulator im Gehirn platziert, der gezielt bestimmte Hirnregionen stimuliert. Diese Methode wird vor allem bei Patienten mit schwerer, therapieresistenter Depression sowie bei Zwangsstörungen in unserer Klinik angeboten. In Zusammenarbeit mit dem Inselspital Bern wird die DBS implantiert und bei uns individuell angepasst, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Die DBS hat sich in vielen Fällen als äusserst wirksam erwiesen, indem sie die Symptome signifikant lindert und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten verbessert.