Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) ist ein modernes, nicht-invasives Verfahren zur Behandlung psychischer Erkrankungen. Dabei werden gezielte Magnetimpulse eingesetzt, um bestimmte Hirnregionen zu stimulieren und die Aktivität von Nervenzellen zu beeinflussen. Die Behandlung ist schmerzlos und erfolgt ohne Narkose.

Über die Transkranielle Magnetstimulation

Die transkranielle Magnetstimulation wird insbesondere eingesetzt bei:

  • therapieresistenter Depression
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • Bewegungsstörungen
  • Craving und Stimmenhören

 

Die Magnetstimulation unterstützt neuroplastische Prozesse im Gehirn und ergänzt die Wirkung antidepressiver Medikamente. Die Methode eignet sich besonders für Patientinnen und Patienten, die auf Medikamente oder Psychotherapie nicht ausreichend ansprechen.

Während der Behandlung wird eine Magnetspule gezielt an bestimmten Bereichen des Kopfes positioniert. Diese erzeugt hochfrequente Magnetimpulse, die die Aktivität bestimmter Hirnregionen beeinflussen. Die Behandlung erfolgt ambulant oder stationär und wird meist über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen durchgeführt.

Bei Depressionen ist die Aktivität bestimmter Hirnregionen verändert. Die rTMS stimuliert gezielt die linke Stirnhirnregion, deren Aktivität bei Depressionen häufig vermindert ist. Dadurch können sich Funktionen wie Konzentration, Gedächtnis, Motivation und emotionale Verarbeitung verbessern.