Deep Brain Stimulation (DBS)
Die Tiefengehirnstimulation (DBS) ist eine experimentelle Behandlungsmethode, die zum Einsatz kommt, wenn konservative Therapien bei schweren, therapieresistenten Erkrankungen nicht mehr ausreichend wirksam sind. Dabei wird ein kleiner, implantierbarer Stimulator im Gehirn platziert, der gezielt bestimmte Hirnregionen stimuliert. Diese Methode wird vor allem bei Patienten mit schwerer, therapieresistenter Depression sowie bei Zwangsstörungen in unserer Klinik angeboten. In Zusammenarbeit mit dem Inselspital Bern wird die DBS implantiert und bei uns individuell angepasst, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Die DBS hat sich in vielen Fällen als äusserst wirksam erwiesen, indem sie die Symptome signifikant lindert und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten verbessert.
Die Tiefe Hirnstimulation (DBS) ist eine spezialisierte und experimentelle Behandlungsmethode, die in der Psychiatrie Patientinnen und Patienten mit schweren, therapieresistenten Erkrankungen angeboten wird, bei denen konservative Therapien (Medikamente, Interventionelle Verfahren wie rTMS oder EKT, Psychotherapie) ausgeschöpft sind. Aktuelle Anwendungsbereiche in der Privatklinik Meiringen sind primär die schwere, therapieresistente Depression und therapieresistente Zwangsstörungen. Das Verfahren beinhaltet die neurochirurgische Implantation eines kleinen Stimulators im Gehirn, welcher gezielt elektrische Impulse an spezifische Hirnregionen abgibt. Diese Operation wird in enger Kooperation mit dem Inselspital Bern durchgeführt. Die Wirksamkeit der DBS hat sich in vielen Fällen als signifikant erwiesen, indem sie die Symptome stark lindert und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert. Aufgrund der hohen Spezialisierung sind strenge Ein- und Ausschlusskriterien zu beachten, wie eine belegte Therapieresistenz (z.B. Nachweisbare Therapieresistenz nach Thase- und Rush-Kriterien Stufe V, DGPPN S3-Leitlinie für Zwangsstörungen, 2022,) und der Ausschluss schwerer unkontrollierter Komorbiditäten (Pollo et al., 2019: Schwere, aktive psychiatrische Komorbiditäten wie aktive Substanzgebrauchsstörungen, schwere psychotische Erkrankungen oder schwere Persönlichkeitsstörungen stellen typischerweise Ausschlusskriterien für die DBS dar, da sie die notwendige Stabilität, Compliance und Adhärenz für die komplexe, lebenslange technische Nachsorge gefährden.)
Nach der erfolgreichen Implantation beginnt der technische und kritische Behandlungsprozess der individuellen Anpassung und Optimierung der Stimulationseinstellungen. Diese enge Nachbehandlung ist essenziell für den Behandlungserfolg und dient dazu, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Sie umfasst die Feinabstimmung der elektrischen Parameter des implantierten Systems, oft in Zusammenarbeit mit technologischen Partnern wie Boston Scientific. Es handelt sich hierbei um die technische Seite der Behandlung und deren laufende Optimierung, die ein hohes Mass an Adhärenz und Mitarbeit der Patientinnen und Patienten erfordert. Die fortlaufende spezialisierte Betreuung in der Klinik gewährleistet, dass die Stimulation stets optimal an die aktuellen Bedürfnisse angepasst wird.
Es ist von höchster Wichtigkeit zu betonen, dass die DBS die begleitende psychiatrische und psychiatrische Behandlung nicht ersetzt, sondern ermöglicht. Patientinnen und Patienten, die sich einer DBS unterziehen, müssen zwingend einen eigenen Psychiater, eine Psychiaterin und einen Psychotherapeuten, Psychotherapeutin in ihrem Versorgungsumfeld haben. Die Behandlung in unserem Zentrum konzentriert sich auf die technische Seite der DBS und die Optimierung der Stimulationsparameter, während die psychotherapeutische und medikamentöse Grundversorgung weiterhin durch die niedergelassenen oder zuweisenden Fachpersonen erbracht wird. Dies gewährleistet eine umfassende Betreuung, bei der die DBS als hochspezialisiertes Werkzeug die etablierten Säulen der psychiatrischen Behandlung ergänzt.
Oberarzt
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