Geschichte

Der Wohn- und Kurort Meiringen im Berner Oberland bietet zu jeder Jahreszeit eine überraschende Fülle an Möglichkeiten zur Entspannung und Aktivierung, zu Ruhe und Betrieb, sich zu erholen mit Kultur oder in der Natur.

Der Kurort Meiringen

In der mehr als hundertjährigen Kurortsgeschichte hat sich eine Tradition der Gastfreundschaft entwickelt, die auch in der Privatklinik Meiringen bewusst gepflegt wird. Früher waren im altehrwürdigen Haus «Des Alpes» tatsächlich Kur- und Hotelgäste beherbergt und verwöhnt worden. Die beiden Hotels «Reichenbach» und «Des Alpes» gehörten kurz nach der Jahrhundertwende zu den führenden Häusern Meiringens. Unmittelbar neben dem ehemaligen Hotel «Des Alpes» befindet sich die Talstation der Drahtseilbahn zum Reichenbachfall, die früher im Hotelbesitz war. Noch heute ist die Bahnfahrt zu den Wasserfällen im Sommer eine beliebte Touristenattraktion. Vor dem Ersten Weltkrieg geriet der damalige Besitzer der beiden Hotels in Konkurs und die Berner Kantonalbank übernahm die Betriebe.

Die Gründung

Fritz Michel-Moser, der Gründer und Initiator der Klinik, richtete 1916 ein Gesuch an die Bankbehörden. «Die gesamte Hotelbesitzung sei umzubauen und für die Aufnahme, Behandlung und Verpflegung gemüts- und geisteskranker Personen einzurichten». In Zusammenarbeit mit dem Kanton und der Kantonalbank gelang Fritz Michel die Umnutzung zu einer Klinik, und am 8. Januar 1919 nahm die damalige Anstalt die erste Patientin auf. 1946 erfolgte die eigentliche Privatisierung, indem die zweite Michel-Generation, die Brüder Heinz, Alexander und Adolf, den Besitz von der Kantonalbank von Bern erwarben, eine Familienaktiengesellschaft gründeten und den Vertrag mit dem Kanton Bern erneuerten.

Die Klinik wird durch Nachkommen der Brüder Michel getragen und geführt. Aus der dritten Generation sind heute tätig: Andreas Michel, als CEO und Präsident des Verwaltungsrats, Alexander junior und Kaspar Michel als Mitglieder des Verwaltungsrats sowie Viktor und Marie-Louise Michel. Ein zeitgemässes Leitbild prägt die Leistungen der Medizin, Therapie, Pflege und der Hotellerie.

Bad-Quelle

«Panta rhei! - Alles fliesst!» - Wasser ist die Quelle dieser wohl berühmtesten überlieferten Weisheit Heraklits. Wasser als Quelle der Inspiration, der Gesundheit. In der Privatklinik Meiringen fliesst reichlich Wasser! In Sichtweite strömt die junge Aare vorbei, hinter den beiden Klinikgebäuden «Des Alpes» und «Reichenbach» stürzt der weltberühmte Reichenbachfall zu Tal und auf dem Klinikareal selbst entspringt das naturreine Mineralwasser der einzigen Thermalquelle des Kantons Bern. Schon im 17. Jahrhundert war eine Heilquelle von Meiringen bekannt. Das «Williger- oder Reichenbachbad» erhielt 1681 die Konzession zum Betrieb und verfügte über ein kleines Badegebäude mit vier Badekästen. Von da an erschien Meiringen in der Werbung als Ort mit einem warmen Gesundbrunnen. Die Bäder dienten vor allem zur Heilung von Hautausschlägen.

Die Entdeckung der Quelle

Wahrscheinlich wurde die Quelle im Jahre 1862 von einem lokalen Felssturz eingedeckt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie wieder entdeckt, als man einen Wasserausstoss mit besonders warmem Wasser bemerkte, der durch einen starken Anstieg des Grundwasserspiegels nach ausserordentlichen Regenfällen ausgelöst worden war. In den 80-er Jahren liess die Klinikdirektion Sondierbohrungen vornehmen. Dabei stiess man auf richtiges Thermalwasser. Die früher schon genutzte, 22 Grad warme Quelle war wieder gefunden. Heute wird das Wasser der Mineralquelle von Willigen, welches unter anderem Chlorid und Fluorid enthält und ähnlich wie die Mineralwasser von Henniez und Evian zusammengesetzt ist, einerseits in einen Entnahmebrunnen vor dem Gebäude «Reichenbach» gepumpt und als Trinkwasser genossen, andererseits in das Thermalbad geleitet, wo es auf 34 Grad Celsius erwärmt wird.